Stille Entzündungen sind leise. Sie verursachen keine oder kaum spürbaren Beschwerden und bleiben oft über viele Jahre unentdeckt. Doch ihre Wirkung ist alles andere als harmlos: Die Schäden, die sie im Körper anrichten, sind real – und sie summieren sich schleichend über die Zeit.
Genau hier liegt die große Gefahr. Denn während akute Entzündungen durch Schmerzen, Rötung oder Fieber sofort Aufmerksamkeit bekommen, entziehen sich stille Entzündungen unserer Wahrnehmung – und oft auch der klassischen medizinischen Diagnostik.
Warum stille Entzündungen so oft unentdeckt bleiben
Bei herkömmlichen Blutuntersuchungen fallen stille Entzündungen in der Regel nicht auf. Das große Blutbild kann vollkommen unauffällig sein. Selbst Menschen, die sich "eigentlich gesund" fühlen, können bereits seit Jahren von chronisch niedriggradigen Entzündungsprozessen betroffen sein.
Allenfalls der CRP-Wert (C‑reaktives Protein) kann Hinweise liefern – und selbst dieser steigt bei stillen Entzündungen häufig nur minimal an oder bleibt im Normbereich. Das macht deutlich: Wir haben es hier mit einem systemischen Problem zu tun, das weit über klassische Diagnoseschemata hinausgeht.
Die stille Entzündung – Startpunkt moderner Zivilisationskrankheiten
Schätzungen zufolge gehen rund 70 % aller heutigen Zivilisationskrankheiten auf stille Entzündungen zurück. Das ist eine Zahl, die aufhorchen lässt.
Noch alarmierender: Etwa 97 % der Menschen weltweit verfügen heute über keinen ausreichenden natürlichen Schutz gegen diese Form chronischer Entzündung. Betrachtet man diese Fakten nüchtern, erscheint es kaum übertrieben, stille Entzündungen als eine der größten globalen Gesundheitskrisen unserer Zeit zu bezeichnen.
Die Ursachen liegen vor allem in modernen Lebensbedingungen:
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entzündungsfördernde Ernährung (Sonnenblumenöl, Cashewkerne, Zucker ...)
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chronischer Stress
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Bewegungsmangel
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Umweltgifte
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gestörter Schlaf
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Mikronährstoffmängel
Warum echte Prävention kaum gefördert wird
Würde es gelingen, die Ursachen stiller Entzündungen weltweit konsequent zu beheben, hätte das massive Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem. Ein Großteil der heute eingesetzten Medikamente wäre langfristig nicht mehr notwendig.
Es ist daher nachvollziehbar, warum von offizieller Seite kaum Unterstützung zu erwarten ist. Prävention und Ursachenmedizin sind wirtschaftlich weniger attraktiv als die dauerhafte Behandlung von Symptomen.
Vitamin D und Omega‑3 – bekannte Beispiele, bekannte Widerstände
Viele Menschen wissen heute, wie wichtig Vitamin D für Immunsystem, Psyche und Stoffwechsel ist. Doch der Weg zu dieser Erkenntnis war lang und steinig. Über Jahre hinweg wurde Vitamin D öffentlich als riskant oder sogar gefährlich dargestellt – was bei vielen Menschen Verunsicherung ausgelöst hat.
Ein sehr ähnliches Muster zeigt sich aktuell bei Omega‑3‑Fettsäuren.
EPA und DHA – Schlüssel gegen stille Entzündungen
Die beiden marinen Omega‑3‑Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) kommen vor allem in Fisch, Algen und natürlich gehaltenem Weidevieh vor.
Insbesondere EPA spielt für die Eindämmung von Entzündungen eine zentrale Rolle:
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Regulierung des Gleichgewichts zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Botenstoffen
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Schutz der Zellmembranen
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Sicherstellung der Aufnahme von Nährstoffen und Hormonen in die Zelle
Ein chronischer Mangel an EPA begünstigt die Entstehung stiller Entzündungen – und damit den Start zahlreicher Erkrankungen.
Zivilisationskrankheiten – wo alles beginnt
Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Krankheitsbilder und ihres entzündlichen Ursprungs:
🧠 Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen
(hier ist der Zusammenhang am besten belegt)
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Arteriosklerose
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Koronare Herzkrankheit (KHK)
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Herzinfarkt
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Ischämischer Schlaganfall
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Bluthochdruck
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Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
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Herzinsuffizienz
➡️ Entzündung der Endothelzellen → Reparatur mit LDL → Plaquebildung → Gefäßverengung
🍭 Stoffwechselerkrankungen
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Insulinresistenz
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Typ‑2‑Diabetes
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Metabolisches Syndrom
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Nicht‑alkoholische Fettleber (NAFLD / NASH)
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Adipositas (Fettgewebe als entzündungsaktives Organ)
➡️ Entzündungsmediatoren wie TNF‑α und IL‑6 blockieren die Insulinwirkung
🧠 Neurodegenerative & psychische Erkrankungen
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Alzheimer‑Demenz
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Parkinson
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Multiple Sklerose
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Depression
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Angststörungen
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Burnout / chronische Erschöpfung
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Schizophrenie (Teilzusammenhang)
➡️ Neuroinflammation verändert Neurotransmitter, Synapsen und neuronale Netzwerke
🦴 Autoimmun‑ & chronische Entzündungskrankheiten
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Rheumatoide Arthritis
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Morbus Crohn
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Colitis ulcerosa
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Hashimoto‑Thyreoiditis
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Morbus Basedow
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Psoriasis
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Lupus erythematodes
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Sjögren‑Syndrom
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Zöliakie
➡️ Stille Entzündungen sind häufig der eigentliche Startpunkt
🦠 Krebs (Tumorerkrankungen)
Chronische Entzündung fördert:
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DNA‑Schäden
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erhöhte Zellteilungsrate
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Tumorangiogenese
Betroffen u. a.:
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Darmkrebs
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Leberkrebs
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Magenkrebs
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Pankreaskrebs
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Brustkrebs
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Prostatakrebs
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Lungenkrebs
🦠 Darm‑ & Immunerkrankungen
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Leaky‑Gut‑Syndrom
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Reizdarmsyndrom
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Chronische Dysbiose
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten
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Histaminintoleranz
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Allergien
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Asthma bronchiale
➡️ Daueraktiviertes Immunsystem durch gestörte Darmbarriere
🦴 Muskel‑ & Skeletterkrankungen
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Arthrose
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Chronische Rückenschmerzen
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Fibromyalgie
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Osteoporose
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Sarkopenie (altersbedingter Muskelabbau)
🧬 Altersassoziierte Erkrankungen – „Inflammaging“
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Beschleunigtes biologisches Altern
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Frailty‑Syndrom
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Kognitive Degeneration
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Erhöhte Infektanfälligkeit
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Verlust von Regenerationsfähigkeit
🧠 Weitere Erkrankungen mit starkem Zusammenhang
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Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS)
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Long‑COVID
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Migräne
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PCOS
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Erektile Dysfunktion
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Endometriose
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Tinnitus
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Schlafstörungen
🧩 Kurzfazit
Stille Entzündungen sind:
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🔥 kein Symptom, sondern ein grundlegender Krankheitsmechanismus
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🔗 das Bindeglied zwischen Ernährung, Lebensstil, Umwelt und Genetik
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⚠️ die Frühphase vieler Erkrankungen – oft Jahre vor der Diagnose
Wer Gesundheit wirklich verstehen und erhalten will, muss hier ansetzen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie stille Entzündungen gezielt erkennen, regulieren und langfristig reduzieren können, finden Sie weiterführende Informationen und individuelle Begleitung auf www.daopraxis.de.
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Herzlichen Gruß,
Stefan Kunz



